Heidelberger Predigtforum | Ev. Trinitatis-Kirchengemeinde Berlin-Charlottenburg
Veröffentlicht am Fr., 30. Nov. 2018 15:11 Uhr

Kirche / Ort: Berlin-Charlottenburg, Trinitatiskirche

Datum: 2. Dezember 2018,  1.Advent

Autor: Pfarrer Mag. theol. Ulrich Hutter-Wolandt


Predigttext: Matthäus 21, 1 – 11

Exegetische Impulse:

In allen vier Evangelien leitet der Einzug Jesu in Jerusalem die letzte Phase seines öffentlichen Wirkens ein, die schließlich mit der Passion zu ihrem Ende kommt. In allen Evangelien erlebt der Leser den Kontrast zwischen dem Lob des „Hosanna“ und der vernichtenden Botschaft des „Kreuzige ihn“. Hier geht es nicht darum, die Wankelmütigkeit des jüdischen Volkes anzusprechen, sondern es geht darum, den Gegensatz einer Messiaserwartung und der christologischen Erfüllung des Kreuzesgeschehens deutlich zu machen. Bei den Synoptikern ist der Einzug Jesu mit der Tempelaustreibung verbunden, anders stellt sich die Geschichte im Johannesevangelium dar. Bei Markus (Lukas schließt sich der Vorlage des Markus an) verlässt Jesus nach dem Einzug (Mk 11.1-10) Jerusalem wieder, um in Bethanien zu übernachten (Mk 11,11). Am nächsten Morgen verflucht er auf dem Weg in den Tempel einen Feigenbaum (vgl. Mk 11,12ff.), den er nach der Vertreibung der Händler aus dem Tempel (Mk 11,15-19) vertrocknet vorfindet (Mk 11,20). Bei Matthäus zieht Jesus unmittelbar in den Tempel ein, so dass die Aktion mit der Tempelaustreibung der Händler eine Einheit mit dem Einzug bildet, während die Szene mit dem vertrockneten Feigenbaum nachgestellt wird (Mt 21,18-22). Dem entspricht, dass die Tempelszene eine neue Wendung nimmt, in der das Hosianna nachhallt und die Frage, wer zu Jesus und zu wem Jesus steht, neu erörtert wird. 

Matthäus folgt beim Einzug nach Jerusalem im wesentlichen Markus setzt aber zwei eigene Akzente: zum einen durch die Einfügung des Reflexionszitates, das Sach 9,9 mit Jes 62,11 verknüpft und an das er das Bild des Reittieres Jesu anpasst, und zum anderen durch die Einfügung einer Szene, die als Summarium den positiven Widerhall Jesu beim Volk festhalten möchte (Mt 21,10f.).  Beides entspricht der Grundkonzeption seiner Jesusdarstellung: Jesus erfüllt die Thora, macht sie nicht überflüssig und bestreitet auch nicht das Existenzrecht Israels. Für Matthäus ist Jesus derjenige, der die Verheißungsgeschichte Gottes mit dem Volk Israel verbindet. Somit ist Jesus als Prophet messianischer Lehrer, der beim Volk während seiner Verkündigung auf interessierte Zuhörer trifft und auch viel Zustimmung erfährt. Erst gegen Ende seines Lebens, auf dem Weg zum Kreuz, wird Jesus vom Volk abgelehnt. Durch Redaktion entsteht bei Matthäus folgender Aufbau der Einzugsgeschichte:

- Mt 21,1-6 Jesu Auftrag, das Reittier zu finden -  Reflexionszitat: Sach 9.9 mit Jes 62,11

- Mt 21,7-9 Jesu Einzug in Jerusalem   - Volksjubel: Ps 118,25

- Mt 21,10f.  Die Volksmeinung über Jesus

Die Aussendung zweier Jünger (V1f.) weist zurück auf die Aussendungsrede Mt 10, wo gleichfalls Jüngerpaare ausgesandt wurden wie auf die spätere Geschichte von der Suche nach dem Abendmahlssaal Mt 26,17f. (par. Mk 14,12-16).  Matthäus betont wie Markus die Souveränität Jesu. Jesus stellt sich nach Mt 21,3 (par. Mk 11,3) als „Kyrios“ vor. Das will zum einen deutlich machen, welche Rolle Jesus einnimmt, d.h. er hat Jünger (Anhänger), denen er befehlen kann, zum anderen ist der Begriff „kyrios“ aber auch offen für weitere Deutungen. Matthäus reflektiert den Einzug Jesu unter Verwendung des Zitates aus Sach 9,9, indem er die Einleitung von Jes 62,11 (vgl. Stichwort Tochter Zion) übernimmt. Durch das Schriftzitat werden die Adressaten dieses Ereignisses in besonderer Weise angesprochen: Tochter Zion, die Identität Jesu als König, die Art seiner Herrschaft, die sich in Demut zeigt – Jesus kommt nicht mit einem Pferd in die Stadt geritten und die Reittiere, eine Eselin und ein Füllen. Jes 62,11 gilt als Teil der Heilsverheißung für Jerusalem, die Matthäus wohl wegen der direkten Anrede gewählt hat. Sie passt zur Sendung Jesu „zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 15,24; vgl. 10,6). Sach 9,9 ist Teil der messianischen Szene: Der König zieht nicht auf einem Schlachtross, sondern auf einem Esel in Jerusalem ein (vgl. auch Gen 49,11 auf David hin vorhergesagt), um von Jerusalem aus ein universales Friedensreich zu begründen. Der König ist „demütig“, weil er Gott fürchtet und keine Gewalt ausübt. Beides ist für die matthäische Christologie entscheidend (vgl. Jes 42,1-4 in Mt 12,15-21). Auf den Hinweis, dass bei Sacharja auch von der Gerechtigkeit und dem Rettungswerk des Königs gesprochen wird, geht Matthäus nicht ein. Das hat nichts damit zu tun, dass es ihm unwichtig wäre, sondern damit, dass es für Matthäus klar ist. Das Volk ruft mit Worten aus Ps 118,25f. 39. „Hosanna“ – (hilf doch!) richtet sich an Gott, hier an den Davidssohn (vgl. Mt 20,29-34 (par. Mk 10,46-52). Von der Davidsohnschaft leitet sich das Königsmotiv ab, das in Ps 118 inhaltlich steckt, aber nicht eigens ausgeführt wird.  „In Namen des Herrn kommt“, der um das Kommen der Gottesherrschaft beten lässt und der die Erfüllung der Bitten zusagt (vgl. Mt 6,9-13).  Weil Jesus „im Namen des Herrn“ kommt, kann sich das Hosanna auf ihn beziehen. Wie in Ps 118 der Priester am Tempel den nach Jerusalem kommenden Pilger begrüßt, so wird hier der – gewissermaßen im Rollentausch – pilgernde Priester, der in den Tempel eilen wird, von der Menge begrüßt, die ihn als Friedensbringer ansieht.  Das Volk, das dem Propheten Jesus zuruft und zujubelt, bestätigt das Hosanna des Einzugs, auch wenn bei Matthäus weder ein Hoheitstitel verwandt wird noch der bestimmte Artikel die Einzigartigkeit der Prophetie Jesu bezeugt. 

Lieder:

Lieder und Psalmen für den Gottesdienst. Ergänzungsheft zum Evangelischen Gesangbuch, Leipzig 2018, Lied Nr. 29; EG 1, 1-4; EG 11, 1+2; EG 14, 1; EG 314; EG 16, 1-3

 

Gebet:

Advent vielleicht

Das wäre schön auf etwas hoffen zu können

Was das Leben lichter macht und leichter das Herz

Das gebrochene ängstliche

Und dann den Mut haben die Türen weit aufzumachen

Und die Ohren und die Augen und auch den Mund

Nicht länger verschliessen

Das wäre schön

Wenn am Horizont Schiffe auftauchten

Eins nach dem anderen

Beladen mit Hoffnungsbrot bis an den Rand

Das mehr wird immer mehr

Durch Teilen

Das wäre schön

Wenn Gott nicht aufhörte zu träumen in uns

Vom vollen Leben einer Zukunft für alle

Und wenn dann der Himmel aufreissen würde ganz plötzlich

Neue Wege sich auftun hinter dem Horizont

Das wäre schön

 

In: Carola Moosbach, Lobet die Eine, Schweige- und Schreigebete, Mainz, 2000.

 

 

Segen:

Sehender Gott, segne uns, damit unsere Augen dich erkennen. Hörender Gott, segne uns, damit unsere Ohren deine Stimme wahrnehmen. Begleitender Gott, segne uns, damit wir auf deinem Weg bleiben. Liebender Gott, segne uns, damit viele Menschen deine Liebe spüren. Naher Gott, segne uns und schenke uns Frieden und Freude. So segne uns der gute und gnädige Gott: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

 

Literatur:

Günther Bornkamm, Studien zum Matthäus-Evangelium. Hg. von Werner Zager, Neukirchen-Vluyn, 2009; Peter Fiedler, Das Matthäusevangelium (ThKNT 1), Stuttgart 2006; Hubert Frankemölle, Matthäus. Kommentar 2, Düsseldorf 1997; Marlies Gielen, Das Matthäusevangelium. Blick zurück nach vorn. Die Verflechtung des Geschicks Jesu und Jerusalem in ihrer Bedeutung für die matthäische Gemeinde, in: BiKi (2007), 152-159; Joachim Gnilka, Das Matthäusevangelium 2. Teil: Mt 14,1 – 28,20 (HThK I/2), Freiburg 1988; Norbert Lohfink, Der Messiaskönig und seine Armen kommen zum Zion. Beobachtungen zu Mt 21, 1-17, in: Ludger Schenke (Hg.), Studien zum Matthäusevangelium. Festschrift für Wilhelm Pech, Stuttgart 1988, 179-200; U. Luz, Das Evangelium nach Matthäus, Mt 18 - 25 (EKK I/3), Zürich/Neukirchen-Vluyn 1997 (Lit.!); William Manson, Bist du, der da kommen soll? Das Zeugnis der drei ersten Evangelien von der Offenbarung Gottes in Christo unter Berücksichtigung der Formgeschichte, Zürich 1952; Wolfgang Trilling, Der Einzug in Jerusalem. Mt 21, 1-17, in: Josef Blinzler, Otto Kuss, Franz Mußner (Hg.), Neutestamentliche Aufsätze. Festschrift für Prof. Josef Schmid zum 70. Geburtstag, Regensburg 1963, 303-309; Wolfgang Wiefel, Das Evangelium nach Matthäus (ThHKNT 1), Leipzig 1998.

 

Predigt:

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!“ Im alten Israel war der Psalm 24 der Prozessionsgesang beim Einzug der Bundeslade in das Tor des Tempels. Und es ist heute im Gottesdienst der Psalm am ersten Advent.

Eine Schwellensituation. Neues beginnt. „Siehe, dein König kommt zu dir“, „siehe“ hören wir nicht nur in unserem Predigtwort, dieses „Siehe“ haben wir auch bei unserem Einzug zum Beginn des Gottesdienstes mit dem Hereintragen des neuen Lektionars und des neuen Gesangbuches erlebt. Ein Tor wurde aufgemacht: das Tor zum Advent. Das Tor zum neuen Kirchenjahr. Und an diesem Tor hören wir die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem. Auf einem geliehenen Esel. Ohne Prunk. Ohne Säbelrasseln. Ohne markante Sprüche. Eine Machtübernahme oder ein Putsch sieht anders aus.

„Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.“ Ein ganz anderer Herrscher als die Könige dieser Welt reitet da in Jerusalem ein. Der Sanfte. Der Demütige. Der Dienende. Und gleichzeitig kann er doch ganz machtvoll seiner Gemeinde etwas am Ende des Matthäusevangeliums mitgeben: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Die Tür geht auf.

Vier Kerzen, übertragen vier Türen hat der Adventskranz. Heute ist der erste Advent. Die erste Tür soll uns beim Nachdenken helfen.  Denn durch diese Tür kommt einer zu uns. Jesus und wir wollen entdecken, was dieser Ritt Jesu nach Jerusalem für uns bedeutet. So wie wir im Lied „Macht hoch die Tür“ gesungen haben: Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit“.

Doch machen wir die Tür auf und blicken hinein: Grün ist es hinter dieser Tür, grün sind die Palmenzweige, die die Menschen beim Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem auf die Straßen geworfen haben. Grün steht für das, was mit Jesus in die Welt kommt. Was verbinden Sie mit grün, was fällt ihnen und euch ein? [Kinder und Erwachsene äußern sich]. Mir fällt zu grün auch eine schöne Bibelstelle aus der Hebräischen Bibel ein (Jer 17,7): Gesegnet aber ist der Mensch, der sich auf Gott verlässt und dessen Zuversicht Gott ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. (Jeremia 17,7)

Von grünen Zweigen der Palmenblätter von grünen Blättern haben wir gehört, grüne Zweige stecken am Adventskranz, ein grüner Tannenbaum wird an Weihnachten im Wohnzimmer und in unserer Kirche stehen …

Mit Jesus kommt dieses Grün in unser Leben, die Grünkraft von der einst Hildegard von Bingen gesprochen hat. Wenn wir die Tore weit aufmachen und Jesus zu uns kommen lassen, dann ist Grün die Farbe der Hoffnung, der Hoffnung, dass Gott in unser Leben einzieht und es wachsen, blühen und grünen lässt.

Unser Leben ist von Zeichen und Symbolen geprägt, doch dies machen wir uns ganz selten bewusst. Wann denken wir an solche Zeichen und Gesten ganz bewusst: an Umarmung, an einen Gruß, an die geballte Faust, an betretenes Schweigen oder an ein strahlendes oder staunendes Gesicht?

Im Advent und später an Weihnachten werden diese Zeichen und Symbole ganz dicht. Verstehen wir sie alle richtig und können wir auch etwas damit anfangen? Zeichen und Symbole verstärken die Botschaft des Wortes. Was sagt uns die Zeit der Vorbereitung auf den Advent Jesu Christi? Werden wir nicht eher mit nebensächlichen, auch oft unangenehmen Dingen konfrontiert und vergessen dann das Wesentliche, auf das wir unser Leben ausrichten sollen.

Die Menschwerdung Jesu erfolgt nicht unter großem Getöse, unter Salutschüssen oder weich gespülter Adventmusik. Gott teilt sich auf diskrete Weise mit, vor allem den Kleinen und Schwachen, die keine Möglichkeit haben, sich zu artikulieren. Denn Gott kommt zu allen Menschen, egal aus welcher sozialen Schicht sie stammen.  

Eines der vielen Zeichen des Advents ist die Kerze. Sie kann das Sagbare, das Wort, gut unterstreichen. Die Kerze gibt Licht und Wärme, im Feuer verbrennt sie und schmilzt. So ist es auch in unserem Leben. Advent erinnert uns daran, dass wir einander Licht und Wärme in schweren Zeiten geben sollen, in Zeiten, in denen die Lebensangst vieler Menschen groß ist und für manche die eigene Existenz auf dem Spiel steht.

Die Kerze ist auch Symbol für Vergänglichkeit, die zum Kreuz d.h. zum Tod führt. Doch mit dem Einzug Jesu in unser Leben haben wir wie die Kerze die Möglichkeit, den Menschen eine positive Ausstrahlung zu geben, Licht für andere zu sein, in einer dunklen und orientierungslosen Welt. Advent ist mehr als ein kitschiges Fest mit nerviger Musik aus blechern klingenden Soundboxen auf Weihnachtsmärkten oder in Kaufhäusern, ist mehr als der Geruch von gebrannten Mandeln oder Glühwein. Advent ist kein billiger E-vent, sondern ist ANKUNFT des Sohnes Gottes in diese Welt. Die adventliche Vorbereitungszeit weist darauf hin, dass Jesus in das Dunkel dieser Welt hinein geboren wurde, zur Rettung der Menschen.

Gerade heute ist die Sehnsucht groß, jemanden zu haben, an den ich mich anlehnen kann, wo ich weinen kann, wo ich meinen Schmerz auch zeigen darf, so wie die Menschen das bei Jesus auch konnten: ob sie blind oder lahm waren, ob sie Bettler oder Aussätzige waren. Mit ihnen wollte damals niemand etwas zu tun haben. Jesus zeigte ihnen die Liebe und Barmherzigkeit Gottes und holte diese Menschen, die außerhalb der Gesellschaft standen, wieder in die Gesellschaft zurück.

Heute mag dies als Schwäche ausgelegt werden. Ich erlebe das ganz besonders bei Männern in Krisensituationen z.B. bei Trauergesprächen, dass sie es meisterhaft gelernt haben, Trauer und Schmerz zu unterdrücken oder zu verdrängen, weil sie beides nicht an sich herankommen lassen. Doch nur wer seine Sehnsüchte wahrnimmt, kann bereit sein, diese Sehnsüchte von anderen stillen zu lassen.

Wenn Jesus auch bei uns anklopft, um durch die Kirchentür zu gehen und in unserer Gemeinde Neues entstehen zu lassen – sind wir dann bereit, ihn zu empfangen? Oder sind wir nur bereit, ihn zu empfangen, wenn er das macht, was wir von ihm erwarten? So wie damals die Menschen zur Zeit Jesu, die, als er in Jerusalem einzog, sauer waren, dass er nicht als Messias mit Militärmacht kam, sondern ganz bescheiden und arm auftrat. Und die dann statt des Hosanna das „Kreuzige ihn“ riefen. Sind wir bereit, Jesus bei uns aufzunehmen, wenn er uns auf Neues stoßen will: die neuen Lieder im neuen Gesangbuch, die neuen Texte im Lektionar, neue Formen in unseren Gottesdiensten oder neue Formen der Gemeindearbeit in den verschiedenen Kreisen. Gelingt es uns, dieses Neue wachsen zu lassen, und anderes dafür aufzugeben? Kann Gemeinde dadurch nicht lebendiger werden, wenn wir wieder mehr das Unbekannte wagen?

Die Adventzeit lädt uns ein, aus dem verordneten Jubel und Trubel der Vorweihnachtszeit auszusteigen. Aber nicht um in die Scheinidylle adventlichen Brauchtums umzusteigen, sondern jenen ganz anderen Weg zu gehen, den uns die Texte der Bibel an diesem heutigen ersten Advent und an den kommenden Sonntagen weisen, so wie es Ulrich Schaffer in seinem Text „Bereitet dem Herr den Weg“ gesagt hat:

„Die Wüste ist der Ort, wo wir lernen, was wirklich wichtig ist. Alles Überflüssige fällt von uns ab. Wir lassen das zurück, was uns nur beschwert.

Was brauchen wir wirklich zum Leben, ist die Frage die auftaucht Und uns herausfordert. Vielleicht ist weniger mehr. Wenn alles von uns abfällt, woran wir unser Herz gedrängt haben, werden wir leicht.“ (in: Ulrich Schaffer, Wenn dein Herz eine Wüste ist, Lahr 1996). Amen

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